VECTRIX in Schwierigkeiten?
Bereits in unserem letzten Newsletter hatten wir auf die Entwicklung von VECTRIX aufmerksam gemacht:
(1) VECTRIX fehlte an der wichtigsten Europäischen
Motorradausstellung 2008, der EICMA in Milano;
(2) VECTRIX wird durch die Börse (AIM London) Ende 2008 ca. 95% tiefer bewertet als 1 1/2 Jahre zuvor;

(3) Am 16.4.2009 wird der Handel mit
Aktien von VECTRIX (VRX) an der Börse in London eingestellt, nachdem
VECTRIX scheinbar nicht dazu in der Lage ist, die Jahresrechnung per
30. September 2008 zu präsentieren, ohne dass ein neuer Investor
gefunden ist;
(4) VECTRIX gibt bekannt, dass ca. 60 Mitarbeiter entlassen werden;
(5) VECTRIX gibt bekannt, dass man mit
einem anderen Motorradhersteller zusammen spannen will oder dass man
das Geschäft verkauft, sofern nicht schnell ein finanzstarker Partner
gefunden wird.
Fazit:
Ein innovatives Unternehmen
mit Hauptsitz in den USA hat moderne und umweltschonende Produkte
entwickelt, die ihresgleichen suchen. Trotzdem scheint sich
dieses Unternehmen nicht für Staatshilfe zu qualifizieren - ganz
im Gegensatz z.B. zu GM. Es kann schon sein, dass der Chevy Volt einmal
ein gutes Produkt wird, nur ist GM noch Lichtjahre von der
Markteinführung entfernt. VECTRIX könnte mit ein paar Millionen wieder
auf die Spur kommen. Wieviele Milliarden GM noch verschlingt, steht in
den Sternen - ebenso ob GM überhaupt überleben kann.
Die Kleinen lässt man fallen (gute Produkte hin oder her) und die Grossen sind wie wir wissen "too big to fail".
Wir wiederholen unsere Aussage, welche
wir bereits im letzten Newsletter gemacht hatten: Wir hoffen für
VECTRIX, dass sich doch noch eine Lösung finden lässt. Es wäre wirklich
sehr sehr schade, wenn der Pionier der ersten Stunde der
Zero-Emission-Bewegung in Rahmen der Finanzkrise einfach so
unterginge.