Juni / 2008
Willkommen zu unserem 2. Newsletter
 
Sehr geehrte(r) Frau/Herr  Rindlisbacher, 
 
Es tut sich was bei Greenpony. Nach langem Warten sollte das Motorschiff GSCL Europe im Laufe dieser Woche endlich in Hamburg ankommen. Von Hamburg in die Schweiz ist es dann nur noch eine kurze Reise. In wenigen Tagen dürfen wir also die Modelle  ALPHA, BRAVO und DELTA erwarten.
 
Wir freuen uns darauf und hoffen, dass wir die Typenprüfungsgeschichte dann ohne Verzögerungen hinter uns bringen können.
 
Unsere Geduld wurde in den letzten 4 1/2 Monaten arg beansprucht. Auf der einen Seite durften wir erfreulicherweise sehr viele Anfragen von Interessenten entgegen nehmen, die am liebsten sofort einen unserer Elektroroller probegefahren hätten. Auf der anderen Seite waren da die beiden Lieferanten, die immer wieder neue Begründungen dafür fanden, warum es bei der Produktion zu Verzögerungen kam, warum die anschliessende Qualitätskontrolle viel länger dauerte und warum die Elektroroller noch nicht verschifft werden konnten. Das stetige Herausschieben ist für uns sehr störend und wir bitten Sie zu entschuldigen, dass wir nun Sie um Geduld ersuchen müssen.
 
Dass unser Weg mit Stolpersteinen gespickt sein würde, war uns von Anfang an bewusst. Wieviel Zeit dafür aufzuwenden ist, um diese Stolpersteine aus dem Weg zu schaffen, haben wir vielleicht schon etwas unterschätzt. Gut Ding will aber bekanntlich Weile haben. Wir glauben daran, dass es sich um eine gute Sache handelt und setzen deshalb alles daran, die Sache weiter voranzutreiben.
 
Positiv überrascht hat uns vor allem die grosse Nachfrage nach dem BUMBLE-BEE . Mit seinen Eckdaten scheint er die eher leistungsorientierten Schweizer besonders anzusprechen. Der BUMBLE-BEE dürfte ein echter VECTRIX-Killer werden, so bald er die Strassenzulassung für Europa und die Schweiz erlangt hat. Ein Vergleich der Leistungsmerkmale zeigt folgendes Bild:
 
                                             VECTRIX        BUMBLE-BEE
Motorenleistung                      7.00 kW         3.50 kW
Spitzengeschwindigkeit           100 km/h        88 km/h
Scheibenbremsen hinten/vorn   ja                   ja
Regenerative Bremse hinten     ja                   ja
Gewicht                                  230kg            120 kg
Batterietyp                              NiMH             LFP Lithium
 
Der wesentlichste Unterschied liegt im Preis. Ein VECTRIX kostet CHF 13'900.00. Der BUMBLE-BEE im Vergleich günstige CHF 5'500.00, d.h. der BUMBLE-BEE kostet 60 % weniger bzw. der VECTRIX kostet mehr als 150 % mehr! - Die geringere Leistung kann bestimmt zumindest zu einem schönen Teil durch das geringere Gewicht (Lithium-Eisenphosphat- anstelle Nickel-Metall-Hybrid-Akku) wett gemacht werden.
 
Aus unserer Sicht lohnt es sich bei diesem beachtlichen Preisunterschied durchaus, noch etwas Geduld zu üben auch wenn wir heute leider noch keine verlässliche Aussage dazu machen können, wie lange diese Geduldsprobe noch anhält.
 
Sie können uns glauben, dass wir stetig nach Lösungen suchen. Wir dachten so z.B. daran, die Elektroroller per Flugzeug statt per Schiff transportieren zu lassen. Dies würde einen Zeitgewinn von bis zu 1 1/2 Monaten bringen. - Nun ist es so, dass Lithium-Batterien als genügend explosionsgefährdet betrachtet werden müssen, um nicht per Luftfracht transportiert werden zu dürfen! Dabei wird scheinbar kein Unterschied gemacht zwischen den tatsächlich explosionsgefährdeten Lithium-Ionen- und den wesentlich sichereren Lithium-Eisenphosphat-Akkus. Da im BUMBLE-BEE die kaum explosionsgefährdeten Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) montiert sind, hoffen wir immer noch, eine Fluggesellschaft zu finden, die diesen kleinen Unterschied berücksichtigt und den Transport ausführt.
 
Für die Leute, die über wenig Geduld aber ein grosszügigeres Budget verfügen, haben wir eine gute Nachricht: Aufgrund einer Zusammenarbeit zwischen dem VECTRIX-Importeur in Lugano und uns können wir Ihnen seit dem 14. Juni 2008 einen VECTRIX-Maxi-Scooter für Probefahrten zur Verfügung stellen (Nach Vereinbarung in Uesslingen TG oder in Wil SG).
 

 
Nutzen Sie diese Gelegenheit. Sie werden es kaum glauben, wieviel Spass es macht, fast lautlos durch die Strassen zu rauschen. Es ist wirklich ein super Fahrgefühl. Sie werden begeistert sein.
 
Für Ihre bisherige Geduld bedanken wir uns bestens. Für unser Unterfangen hoffen wir weiterhin auf gutes Gelingen.
 
Ihr Greenpony-Team
Ausgabe: 2
NiMH- versus
LFP-Akkus

Der Vextric Roller verfügt über einen NiMH-Akku, der Greenpony Bumble-Bee hingegen über einen LFP-Akku. Wo liegen die Unterschiede?  
 
Empfindliche NiMH-Akkus
NiMH-Akkus reagieren empfindlich auf Überladung, Überhitzung und Tiefentladung. Solche Ereignisse reduzieren die sonst schon limitierte Lebensdauer dieses Akku-Typs zusätzlich. Bei einem optimalen Akku-Management darf mit einer Soll-Lebens-
dauer von typischerweise 500 Ladezyklen gerechnet werden.  
 
Temparatur-Empfind-
lichkeit

NiMH-Akkus sind nicht für den Betrieb bei Temperaturen unterhalb von 0 °C geeignet. Bereits in der Nähe des Gefrierpunktes weisen sie einen deutlichen Kapazitätsverlust auf. Bei etwa −20 °C werden sie vollkommen unbrauchbar.  
 
Lithium-Ionen Akkus Grundsätzlich zeichnen sich Lithium-Ionen-Akkus durch eine sehr hohe Energiedichte bei geringem Gewicht aus. Leider sind sie sehr kostspielig und neigen zur Bildung von Feuer oder sogar zur Explosion.  
 
Entwicklung von LFP Akkus
Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus sind eine im 1997 an der University of Texas entwickelte Variante der Lithium-Ionen-Akkus, bei der Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4, 'LFP') anstatt Lithium-Cobaltoxid (LiCoO2) als Kathodenmaterial verwendet wird.

Im Gegensatz zu den zuerst entwickelten Lithium-Ionen-Akkus neigen LFP-Akkus dank der starken chemischen Bindung von Sauerstoff nicht zur Bildung von Feuer oder gar zur Explosion. LFP-Zellen weisen bereits bauartbedingt eine hohe Eigensicherheit auf.   Wesentliche Vorteile von LFP-Akkus liegen im günstigeren Preis sowie in der hohen Eigensicherheit. Zudem sind sie sehr umweltverträglich.

Nachteile von LFP-Akkus
Das Haupthemmnis bei der Entwicklung von LFP-Zellen waren die schlechte elektrische Leitfähigkeit. Die praktisch messbaren Ergebnisse blieben zunächst weit hinter den möglich erscheinenden Kenndaten zurück. Erst durch die Beschichtung mit leitfähigem Kohlenstoff, Dotierung mit Fremdmetallatomen und die Erzeugung von Nanostrukturen mit optimierter Grösse liessen sich die Leistungsdaten von LFP-Zellen nach und nach verbessern. Heute erreichen LFP-Zellen bereits in einigen Kriterien beindruckende Kenndaten (Arbeitsspan-
nung: 3 bis 3,3 Volt / Temperatur-Arbeitsbereich:
-45 bis 70°C / Zyklen-Festigkeit: bis über 5000 Zyklen).

Vorteile von LFP-Zellen
Die Vorteile liegen beim relativ günstigen Preis, der hohen Eigensicherheit, der hohen Zyklenzahl und dem grossen Temperatur-Arbeitsbereich. Mit diesen Vorzügen ist diese Technologie ganz besonders  prädestiniert für den Einsatz in Elektro-Fahrzeugen.
Urs Rindlisbacher
X-Prod GmbH