Mai / 2008
Willkommen zu unserem 1. Newsletter
 
Sehr geehrter Herr Dear Rindlisbacher,

Beiliegend senden wir Ihnen unseren 1. Newsletter. Ziel unserer Newsletter soll es sein, Sie über unsere Aktivitäten und Produkte auf dem Laufenden zu halten.

Wie Sie wissen, konnten wir bisher noch keine Elektro-Roller an Sie ausliefern. Leider sind wir noch nicht ganz so weit aber die Dinge beginnen sich langsam zu bewegen. Tatsächlich ist die erste Ladung nun endlich auf dem (Schiffs-) Weg und befindet sich irgendwo zwischen China und Basel. Wir erwarten die Charge am 11. Juni 2008 und werden dann umgehend die elektrotechnischen Prüfungen vollziehen, so dass danach die Typengenehmigung eingeholt werden kann. - Wir hoffen immer noch, dass die ersten Greenpony Elektro-Roller im Juli auf die Schweizer Strassen losgelassen werden können.

Da es sich bei allen unseren Modellen um Neuentwicklungen handelt, liegen die EG-Gesamtgenehmigungen erst seit kurzer Zeit vor oder der einzelne Prozess ist derzeit sogar noch im Gange. Beim  Modell "Cowboy"  kam es scheinbar  zu gewissen Beanstandungen, so dass hier leider mit weiteren nicht unerheblichen Verzögerungen zu rechnen ist. Wir haben darauf reagiert, indem wir das Modell "Beauty", welches dieselben Leistungseckdaten wie das Modell "Cowboy" aufweist, zusätzlich in unser Sortiment aufgenommen haben. Dies tut uns besonders leid, weil gerade dieses Modell bisher auf das grösste Interesse gestossen ist.

Es ist uns ein besonderes Anliegen, eine offene und ehrliche Informationskultur zu pflegen, d.h. wir werden Sie auch in Zukunft regelmässig über die laufenden Dinge informieren. Dabei ist es unerheblich, ob diese so laufen wie wir es uns wünschen oder nicht.

X-Prod GmbH
Urs Rindlisbacher
Neues Model (Black-) Beauty 2500/3000W Black Beauty
Nachdem es mit unserem Modell "Cowboy" leider bei der EG-Gesamtgenehmigung zu Beanstandungen und damit zu Verzögerungen gekommen ist, haben wir das Modell Beauty neu in unser Sortiment aufgenommen. Die Beauty sollte bis 70 km/h schnell sein und bis zu 30 % Steigung bewältigen können. Der Preis ist identisch mit dem Preis des Cowboys, d.h. die Silikon-Akku Variante kostet CHF 2'750.00 und die Lithium-Akku Variante kostet CHF 4'500.00.
 
Die Idee Mao in China
 
Im September 2007 entstand unsere Idee, Elektro-Roller aus China in die Schweiz zu importieren. Wir waren tief beeindruckt, als wir China besuchten und die Strassen von Kashgar (ganz im Westen Chinas) erleben durften. Es gab keine stinkenden Zweitakter - aber auch keine lärmenden Viertakter. Ja, Mobilität in China ist sehr viel fortschrittlicher als wir jemals gedacht hätten und der moderne Chinese ist diesbezüglich vielleicht sogar fortschrittlicher als wir.
 
Die Chinesen sind uns tatsächlich in einigen Dingen weit voraus, auch wenn wir dies vielleicht (noch) nicht wahrhaben wollen. Bereits im Jahr 2006 wurden mehr Elektrofahrzeuge als Benzinfahrzeuge verkauft: 19 Mio. Elektrofahrzeuge standen 13.4 Mio. Benzinfahrzeuge gegenüber. In China gehört der Elektro-Roller mittlerweile zum gewöhnlichen Alltagsbild wie vor 20 Jahren das berühmte Chinesische Fahrrad.
 
Förderung effizienter Mobilität 
Das Bundesamt für Energie (BFE) bzw. EnergieSchweiz hat sich bis ins Jahr 2010 unter anderem die folgenden Ziele aufs Banner geschrieben:
  • Reduktion des CO2-Ausstosses der Neuwagenflotte auf 140 g/km (analog zu den EU-Zielen) bei gleichzeitiger Reduktion des Energieverbrauchs und der Luftschadstoffe (z.B. Feinpartikel bei Diesel).
  • Erhöhung des Gasfahrzeugbestands auf 30'000 (Stand 2007: ca. 5800 Fahrzeuge) und der Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf 20'000 (Stand 2007: ca. 8000 Fahrzeuge) sowie der Elektro-Zweiräder auf 30'000.
Zur Erreichung dieser Ziele sieht das BFE Massnahmen vor allem in zwei Bereichen:
  • Technologie:
EnergieSchweiz unterstützt innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte und koordiniert die Energieforschung der öffentlichen Hand im Verkehrsbereich. Schwerpunkte sind die Entwicklung von leichteren Fahrzeugen und von neuartigen Antriebssystemen, beispielsweise für Erdgas- oder Biogasantriebe.
  • Markt:
EnergieSchweiz fördert die Verbreitung energieeffizienter Fahrzeuge. Wichtigstes Instrument dazu sei die energieEtikette für Personenwagen. Weiter unterstützt EnergieSchweiz die energieeffiziente Fahrweise, einzelne Massnahmen für eine energieeffiziente Mobilität sowie begleitende Informationskampagnen.

Das BFE sieht die Lösung vereinfacht gesagt also in der Forschung (langfristig sicher richtig) und in der Erziehung. Na ja, hier wird die Entwicklung des Benzin- und Diesel-Preises kräftig Schützenhilfe leisten und dazu beitragen, dass der Otto-Normalverbraucher entsprechend vernünftig handelt.
 
Führerscheine für Elektro-Roller?
 
Etwas kompliziert ist noch die Zuordnung des richtigen Führerausweises, da sich die Führerausweiskategorien nach Motorrädern mit Verbrennungsmotor richten. Je nach Leistung kommen drei Kategorien in Frage:
  • M (Mofa): bis 1 kW ab 14 Jahre
  • A1 (Motorräder < 125ccm): bis 4 kW /16 Jahre und bis 11 kW /18 Jahre
  • A (Motorräder): bis 25 kW / 18 Jahre
Elektro-Roller als Alternative für Stadtpendler  Aus ökologischer Sicht ist auf die Feststellungen der oben erwähnten EMPA-Studie zu verweisen: Nutzt ein Autopendler einen Elektro-Roller sind nach 10000 km ca. 24'000MJ entsprechend dem Energiegehalt von ca. 750 l Benzin bzw. ca. 1 Mio. Umweltbelastungspunkte (UBP06) eingespart. Gegenüber einem Personenwagen sind natürlich Abstriche beim Luxus zu erdulden. Bei trockener und warmer Witterung ist der Elektro-Roller ideal um Arbeitswege bis zu 30km zu bewältigen.
Ausgabe: 1
Black Beauty in action
In dieser Ausgabe
Black Beauty 2500/3000W
Die Idee
Mobil aber effizient!
eRoller-Fahrausweis
Diesel ohne Partikelfilter?
Typengenehmigung
eRoller-Energieeffizienz

14'000 neue Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter!

Abgas

In der Schweiz sind wir bezüglich dem Einsatz von energieeffizienten Fahrzeugen noch meilenweit von den Chinesischen Verhältnissen entfernt. Im Jahr 2007 wurden rund 285'000 neue Personenwagen verkauft, davon waren rund 92'500 sparsame Dieselfahrzeuge. Unglaublich dabei ist aber, dass von diesen 92'500 Dieselfahrzeugen fast 14'000 ohne Partikelfilter ausgeliefert wurden und nun kräftig Feinstaub in unsere Luft pusten! Es ist ein kleiner Trost, dass bei den Neuzulassungen 2007 noch rund 3200 Hybrid- und 2500 Erdgas-Personenwagen dabei waren und in der Zweiradbranche zusätzlich noch 6000 Elektro-Fahrzeuge einen Käufer fanden. Damit sind im 2007 mehr ''Diesel-Dreckschleudern'' als energieeffiziente Fahrzeuge verkauft worden!

 
Beachtenswert ist, dass in der Schweiz rund 35% des Energieverbrauchs heute auf den Verkehr entfällt. Der energieeffiziente Individualverkehr und die kombinierte Mobilität sind daher von grosser Bedeutung und hätten kräftige staatliche Förderung verdient.
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Typengenehmigungs-
verfahren

Man würde denken, dass Fahrzeuge, die über eine in einem EG-Mitgliedstaat nach EG-Recht erteilte Fahrzeug - Typengenehmigung verfügen in der Schweiz problemlos immatrikuliert werden können. Fahrzeuge, welche zum Eigengebrauch importiert werden, sind tatsächlich von der Typengenehmigung befreit und können direkt bei der kantonalen Zulassungsstelle angemeldet werden. - Für Importeure sind da die Hürden leider immer noch deutlich höher. Das ist mit Sicherheit einer der Gründe dafür, dass es in der Schweiz kaum Anbieter für Elektro-Roller gibt.
 
Energieeffizienz von
Elektro-Roller

Die EMPA hat die Energieeffizienz von Elektro-Rollern überprüft und Bericht (anlässlich SWISS-MOTO 2007) abgelegt. Die Resultate sind nicht weiter überraschend. Elektro-Roller sind sowohl bei den Treibhausgasemissionen (CO2) als auch beim Energieaufwand unschlagbar. Betrachtet man die gesamte Umweltbelastung (Produktion, Betrieb etc.) verursacht ein Elektro-Roller auf seinem Lebensweg ca. 2 Mio. Umweltbelastungs- punkte (UBP06). Diese stehen 34 Mio. Umweltbe- lastungspunkte von z.B. einem Personenwagen der Golf-Klasse gegenüber. Ein Elektro-Roller ist in diesem Vergleich also ca. siebenmal effizienter.
 
Urs Rindlisbacher
X-Prod GmbH